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Handzentrifuge; um 1930, lackiertes Gußeisen, Aluminium, Stahl, Glas. Die Zentrifuge ist zerlegbar, wozu die Handkurbel und der Tubenhalter abgenommen wird und alles zusammen mit 4 konischen Reagenzgläsern (eines davon skaliert) im Weichholzkasten untergebracht wird.
Signiert: ECCO 2330 -
Diese Zentrifuge kam bei einem Fleischbeschauer in Baden zum Einsatz.
Die Verwendung von Zentrifugalkraft zur Trennungsoperation im chemischen
Laboratorium hatte zuerst Lambert Freiherr von Babo (1818 - 1899) 1852 empfohlen.
In das ärztliche Laboratorium führte der schwedische Arzt und
Forschungsreisende Sven Hedin (1859 - 1933) die Zentrifuge 1890 für
die Blutuntersuchung ("haematokrit") ein. Die Anwendung für die
Urinuntersuchung geht auf den Berliner Internisten Moritz Litten (1845 -
1907) und seinen schwedischen Doktoranden Thor Stenbeck zurück.
[Vergleiche: "Handzentrifuge um 1935", Inv.-Nr. 83 - 24; Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt sowie ausgestellt als Inv.-Nummer 30, S. 21, "Vom Lötrohr zum Analyseautomaten", Katalog zur Ausstellung des Symposiums "Geschichte der Biochemischen Analyse", München 1984; "hand zentrifuge", University of Toronto Museum of Scientific Instruments, Zoology, Inventory-number: zoo245, dieses Modell jedoch ohne Handkurbel!]
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